Lokale AVE GAV

Wenn ein Detailhandelsunternehmen mit einer Personalabteilung, einem Lohnsystem und einem IT-System mehrere Standorte in der Schweiz hat, so kann – unerwartet – ein lokaler AVE GAV, wie es ihn z.B. in der Stadt Lausanne gibt, für Probleme sorgen. In der Stadt Lausanne gilt im Detailhandel eine 41-Stundenwoche, es gibt Mindestlöhne, die Überstunden sind leicht abweichend geregelt, für arbeitsfreie Zeit bei besonderen Vorkommnissen (Heirat, Geburt, Todesfälle, Krankheit von Kindern) gibt es spezifische Regelungen, usw [1].

Ein solcher, lokaler GAV verhindert schweizweit einheitliche Verträge und einheitliche IT-Lösungen für Unternehmen. Der anfallende Aufwand, die Beratungskosten (oder die Rechtsrisiken) und die IT-Kosten, können beträchtlich sein.

Bei allem Verständnis für Föderalismus: Solche kleinen Ausnahmen verursachen hohe Komplexität und hohe Kosten. Sie widersprechen dem Bedürfnis nach einfacher Gesetzgebung.

[1] GAV du commerce de détail de la ville de Lausanne vom 20.11.2013

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